Pivot-Punkte: Anwendung und Berechnung einfach erklärt
Pivot-Punkte werden in der technischen Analyse häufig verwendet, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu identifizieren. Diese horizontalen Linien helfen Tradern, vorherzusehen, wo Kursbewegungen möglicherweise umkehren, pausieren oder an Dynamik gewinnen. Sie sind besonders nützlich für kurzfristige Strategien wie das Intraday-Trading.
Während viele Charting-Plattformen Pivot-Punkte automatisch einzeichnen, können Sie sie auch manuell anhand der Kursdaten Ihrer vorherigen Handelssitzung berechnen.
Was sind Pivot-Punkte?
Pivot-Punkte sind vordefinierte Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, die aus dem Hoch-, Tief- und Schlusskurs der vorherigen Handelssitzung abgeleitet werden. Sie helfen Tradern:
Die Marktstimmung einschätzen (bullisch oberhalb des Pivot-Punkts, bearish unterhalb des Pivot-Punkts)
Potenzielle Umkehrzonen identifizieren
Das Timing von Ein- und Ausstiegen verbessern
Sie sind besonders beliebt im Forex-, Futures- und Aktienindexhandel.
Wie berechnet man Pivot-Punkte?
Pivot-Niveaus werden anhand von drei Arten von Daten aus dem vorherigen Handelstag berechnet: Hochkurs, Tiefkurs und Schlusskurs.
Obwohl es mehrere Methoden zur Berechnung von Pivot-Punkten gibt, ist das am häufigsten verwendete Verfahren das Fünf-Punkte-System, das Folgendes berechnet:
1 Pivot-Punkt (P)
2 Widerstandsniveaus (R1, R2)
2 Unterstützungsniveaus (S1, S2)
Die Berechnungsformeln lauten:
P = (Hoch + Tief + Schlusskurs) / 3
R1 = (2 x P) - Tief
R2 = P + (Hoch - Tief)
S1 = (2 x P) - Hoch
S2 = P - (Hoch - Tief)
Wobei:
Hoch = Höchster Kurs der vorherigen Handelssitzung
Tief = Niedrigster Kurs der vorherigen Handelssitzung
Schlusskurs = Schlusskurs der vorherigen Handelssitzung
Diese fünf Niveaus können während des nächsten Handelstags als Referenzpunkte dienen.
Pivot-Punkt, R1 und S1 sind die wichtigsten Pivot-Niveaus, jedoch können auch R2 und S2 berechnet werden. Somit erhalten wir fünf horizontale Linien in unserem Chart: R1, R2, Pivot-Punkt, S1 und S2
Wie man Pivot-Punkte einzeichnet
In 24-Stunden-Märkten wie dem Devisenmarkt basieren Hoch-, Tief- und Schlusskurs in der Regel auf dem New Yorker Handelsschluss um 17:00 Uhr (EST). Zur Einzeichnung Ihrer Pivot-Punkte:
Analysieren Sie die Tageskerze des vorherigen Handelstags
Notieren Sie Hoch-, Tief- und Schlusskurs.
Setzen Sie diese Werte in die Formeln ein.
Zeichnen Sie die fünf berechneten Niveaus in Ihren Chart ein.
Diese Methode kann – abhängig von Ihrer Handelsstrategie – auch auf kürzere Zeitrahmen (z. B. 1-Stunden- oder 5-Minuten-Charts) angewendet werden.
Berechnungsbeispiel
Nehmen wir an, wir traden am 15. Januar und greifen auf die Daten vom 14. Januar zurück:
Hoch = 1,1659
Tief = 1,1633
Schlusskurs = 1,1648
Einsetzen in die Formeln:
P = (1.1659 + 1.1633 + 1.1648) / 3 = 1.1647
R1 = (2 × 1.1647) – 1.1633 = 1.1660
R2 = 1.1647 + (1.1659 – 1.1633) = 1.1673
S1 = (2 × 1.1647) – 1.1659 = 1.1634
S2 = 1.1647 – (1.1659 – 1.1633) = 1.1621
Damit ergeben sich die folgenden fünf eingezeichneten Niveaus:
R2: 1.1673
R1: 1.1660
Pivot: 1.1647
S1: 1.1634
S2: 1.1621
Wie jeder andere Indikator bieten auch Pivot-Punkte keine hundertprozentige Treffsicherheit und können gelegentlich bei der Prognose von Kursbewegungen versagen. Dennoch ist es, wie zuvor erläutert, sinnvoll, sie in Ihren Charts zu berücksichtigen, selbst wenn Ihre Handelsstrategie nicht ausschließlich auf Pivot-Punkten basiert. Diese Niveaus kennzeichnen häufig potenzielle Bereiche, an denen der Kurs im Verlauf des Handelstages reagieren könnte.
Pivot-Punkte werden in der technischen Analyse häufig verwendet, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu identifizieren. Diese horizontalen Linien helfen Tradern, vorherzusehen, wo Kursbewegungen möglicherweise umkehren, pausieren oder an Dynamik gewinnen. Sie sind besonders nützlich für kurzfristige Strategien wie das Intraday-Trading.
Während viele Charting-Plattformen Pivot-Punkte automatisch einzeichnen, können Sie sie auch manuell anhand der Kursdaten Ihrer vorherigen Handelssitzung berechnen.